Saarbrücker Zeitung, 7. Mai 2004
 

„Ich will mir mein Augenzwinkern bewahren…“
Heribert Pfeiffer stellte in Wadgassen den dritten Band von „Tatort Sperrmüll“ vor

Wadgassen. Wenn Heribert Pfeiffer ein neues Büchlein vorstellt, ist das katholische Pfarrheim in Wadgassen voll. Dann kommen die Vorstandsmitglieder der Volksbank Saarlouis, die die Autoren-Ambitionen des Konrektors im Ruhestand fördern und unterstützen, dann singt der Chor ,,Cantores Domini" anspruchsvolle Chorliteratur. „Tatort Sperrmüll – Wer sucht, der findet!" ist der dritte Band kleiner Anekdoten und Glossen, die Pfeiffer mit Illustrationen seiner Frau Maria nun vorgestellt hat.
Ein liebenswerter Spiegelvorhalter sei er, schreibt Schwiegersohn Ingo Brausch im Vorwort. Ein heilloser Optimist, den das Gelingen einer guten Bratensoße in Verzückung bringen kann. Und genau das ist Heribert Pfeiffers Erfolgsgeheimnis. „Ich will ja keine große Literatur schreiben, ich freu' mich halt über Kleinigkeiten.", sagt er am Rande der Vorstellung.
Als gebürtiger Wadgasser hebt er seine Anekdötchen einfach von der Straße, meistens einer der Wadgasser, auf. Er geht mit offenen Augen durchs Leben, schreibt begeistert seine Eindrücke auf, entlarvt liebevoll die kleinen Marotten seiner Mitmenschen. Keineswegs scharfer Zyniker, kein verbitterter Sarkast, der sich leicht im Ton vergreifen könnte. Pfeiffer liebt ,,sei Leit" und für seine Glossen, die dem Leser das Lächeln bringen, wird er geliebt. Pünktlich zu seinem 50-jährigen Jubiläum als SZ-Mitarbeiter erscheint Teil drei seiner Rezeptur für gute Laune.
,,Ich will mir mein Augenzwinkern bewahren" sagt Pfeiffer und das glaubt man ihm. Der Erlös der Bücher kommt dem Deutschen Roten Kreuz, Ortsverband Wadgassen, zugute: Erhältlich in der Filialen der Volksbank Saarlouis- Wadgassen und in der Papeterie Fuchs.            mab

 

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